Jetzt mitmachen beim Fairvelo Crowdfunding für die ersten öffentlichen Fairvelo Transporträder in Vorarlberg!

Morgenlab Fairvelo Shop - Schokofahrt

May 15, 2018

Langstreckentransport per pedale zugunsten öffentlicher Lastenräder

In den siebziger Jahren gab es „Dritte Welt Gruppen“ in denen sich gesellschafts­politisch engagierte Menschen wie mein Vater und Kollegen an der Schule bemühten Kaffee zu verkaufen um die Produzenten fair zu bezahlen und den Welthandel ein Stückchen gerechter zu machen. Die Qualität soll so spärlich gewesen sein, dass es einer großen Solidarität bedurfte ihn zu trinken, wofür die „Jute statt Plastik“ Aktivisten belächelt wurden. Inzwischen gibt‘s Fairtrade Kaffee im Speisewagen und jedem Supermarkt.



Auf den Weltmeeren gibt es erneuerbare Energie fast immer kostenlos, nicht nur wenn die Sonne scheint. Die 16 größten Frachter die darauf herumschippern, stoßen trotzdem soviel Schwefel aus wie der gesamte fossile Strasssenverkehr weltweit. Einfach weil Erdöl billiger ist, als wir es uns leisten können.




Als ich vor 5 Jahren erfuhr, dass ein Segelschiff alljährlich in die Karibik segelt um dort Rum, Kakao- und, Kaffeebohnen zu holen, wollte ich auch Rumfahren – und diesen Seglern die Ehre erweisen, ihre Produkte auf den paar hundert letzten Meilen mit dem Transportrad zu den Abnehmern zu bringen.


Die allerfeinste Schokolade wird in Bio-Qualität hergestellt und der Rum ist ein Dutzend Jahre gereift und von preisgekrönter Qualität.
Die Frage ob man mit einem Lastenrad und ca. 40kg Zuladung Tagesetappen von 80-110km schaffen würde ist in den Hintergrund getreten, nun treten immer mehr auch auf Langstrecken in die Cargobike Pedale: Zu Ostern waren 70 Radfahrerinnen in Amsterdam um über 1000 kg Schoko zu laden.


Die dritte Schokofahrt nach Münster wurde erstmals als Staffel u.a. via Köln bis nach Dornbirn und Bludenz verlängert.


Ich wollte auf der Tagesetappe von Ulm nach Dornbirn das Leih-Transportrad Fairvelo einem Test unterziehen.


Mit dem auf elegant, urbanes dahingleiten ausgelegten Rad mit schwerer Holzkiste, 2-Gang Automatik-Nabe, Mittelmotor und 2 Akkus ließen sich die 130 km ohne Training gut bewältigen.


Sollen Waren jetzt nur noch mit dem Rad transportiert werden? Gewiss nicht, doch diese Fahrten machen die Möglichkeiten des velo-transports sichtbar und fördern mit 50 Cent pro Tafel die lokalen Cargobike-Sharing Projekte.


Anfang Juni startet die nächste Tour mit gesegeltem Kaffee und überstellt 3 neue Fairvelos aus den Niederlanden nach Vorarlberg, wo diese dann öffentlich zur Verfügung gestellt werden.




http://fairvelo.org/





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